Donnerstag, Oktober 28, 2021
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Empörung bei der Feuerwehr: „Es drohen ernste Schäden!“

Rheinland-Pfalz. Aus immer mehr Feuerwehren ist es inzwischen auch öffentlich zu hören: Unter den Aktiven, zu 95 Prozent freiwillige Feuerwehrleute, machen sich Empörung und Unverständnis breit.

Man fragt sich, warum sich die Verantwortlichen im Landesgesundheitsministerium trotz zahlreicher Bitten, Hinweise und Appelle nicht zu einer gezielten und schnellen Impfung der Einsatzkräfte durchringen wollen: „Es sind nicht nur ernsthafte Schäden für die Moral der Wehrleute zu befürchten“, erklärt der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Rheinland-Pfalz, Frank Hachemer, „sondern auch ein langfristiger Exodus.

Viele erklären, dass sie so langsam nicht mehr dazu bereit sind, sich weiter freiwillig für eine Gesellschaft engagieren zu wollen, die gerade jetzt ihre ernsthaften Bedürfnisse ignoriert und auf die Seite schiebt.“ Denn genau so komme die derzeitige Praxis bei zahlreichen Wehrleuten an: „Die empfundene Ignoranz macht immer mehr Aktive und viele Familienmitglieder, Nachbarn und Freunde regelrecht wütend. Nach zahlreichen früheren Bekundungen, wie sehr man diesen ehrenamtlichen Einsatz schätze und brauche, fühlen sich viele nun regelrecht veräppelt und im Stich gelassen“, so der Präsident. „Ich frage mich, wie die politisch Verantwortlichen in Zukunft noch ernsthaft vor eine Gruppe Feuerwehrleute treten wollen und ihnen sagen, wie wichtig man sie findet. Hier drohen ernste Schäden.“ Aber der Präsident befürchtet noch Schlimmeres: „Wenn langfristig die Motivation zerstört wird und genug Leute hinschmeißen, steht letztlich unsere gesamte Sicherheitsarchitektur zur Disposition. Es geht um die Sicherheit der Bevölkerung!“

Der LFV-Präsident erklärt: „Wer Feuerwehrleute nicht rechtzeitig impft übersieht zwei Dinge: Erstens geht ohne die Feuerwehr gar nichts. Ein Impfzentrum und auch ein Wirtschaftsunternehmen kann und darf ohne Brandschutz und somit auch die funktionsfähige Feuerwehr letztlich gar nicht betrieben werden. Zweitens kann es nicht sein, dass manche Wirtschaftsunternehmen bereits ihre Belegschaften gezielt impfen, während die Feuerwehren als letztlich deren Betriebsgrundlage weiter auf gut Glück in der allgemeinen Anmeldephase verharren müssen.“

Feuerwehrleute seien auch nicht weniger betroffen als etwa Rettungsdienst-Personal: „Ständig kommen unsere Wehrleute im Einsatz bei Unfällen oder bei der Rettungsdienst-Unterstützung in direkten Kontakt mit möglicherweise infizierten Menschen. Es ist eine Farce, dass zwar Andere, aber unsere Ehrenamtlichen hier nicht gezielt geimpft werden!“

 

 

 

Außerdem müsse dringend der Schulungs- und Übungsdienst wieder möglich werden, „denn der liegt meist wegen Corona fast brach.“ Mit geimpften Feuerwehrleuten sei dies wieder leichter möglich. „Auch hier drohen schlimmstenfalls ernste Probleme – denn warum gibt es bei der Feuerwehr sonst ein umfangreiches Ausbildungs- und Übungsprogramm?“ Der Präsident fordere deshalb „dazu auf, sich endlich der Schlüsselposition der ehrenamtlichen Feuerwehren zu besinnen und jetzt sofort mit gezielten Impfungen zu starten, um die Sicherheit der Impfungen der weiteren Bevölkerung zu gewährleisten.“

Offener Brief an alle Feuerwehrangehörigen, Bürgermeister und den Landrat im Landkreis Alzey-Worms

Symbolbild

Sehr geehrte Feuerwehrangehörige,
sehr geehrte Bürgermeister, sehr geehrter Landrat,

aufgrund einer fehlerhaften Entscheidung im Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz wurde eine Welle der Beunruhigung ausgelöst.

Ein Schreiben zum Thema -Testzentren durch freiwillige Feuerwehren-, dass den Kreisfeuerwehrverband Alzey-Worms am 20 Februar 2021 erreichte, sorgte auch innerhalb der Geschäftsführung des Kreisverbandes für Unverständnis.
Auch wurden die kommunalen Aufgabenträger hierdurch sehr überrascht.
Ich habe nach Erkundigungen Herrn BKI Matthes (als Sprecher der Wehrleiter) kontaktiert.
Eine geforderte Weiterleitung des Schreibens vom Landesfeuerwehrverbandes habe ich nicht mitgetragen, da hier deutliche Eingriffe in eine operative Gesundheitslage entstanden wäre, die es aus mehreren Gründen zu vermeiden gilt.

Auch habe ich weitere Erkundigungen / Rücksprachen eingezogen die mich in meiner Handlungsweise bestätigten und in der Folge entsprechende Rügen an die Vertreter des Landesfeuerwehrverbandes nach sich zog.
Auch die Vertretungen der Feuerwehrverbände der Region Rheinhessen/Nahe sind sich einig, dass hier eine Missachtung von Aufgabenfeldern der Feuerwehrverbände, in der Informationspolitik erfolgt ist.

Wir haben hierzu entsprechende Aufklärung vom Landesfeuerwehrverband gefordert.
Die Bürgermeister und Wehrleitungen werden an einer Lösung in Bezug zu den Testzentren arbeiten.
Viele Freiwillige werden hierfür gesucht, die den medizinischen Bereich unterstützen sollen.
Letztendlich sind wir alle doch für den Nächsten da und wollen zur Verbesserung der aktuellen Lage beitragen.

Wir versprechen euch, dass der Kreisfeuerwehrverband Alzey-Worms weiterhin die Interessen (gem. §9 Abs. 7 LBKG) der freiwilligen Feuerwehren im Landkreis Alzey-Worms vertreten wird.
Wir setzen uns für euch ein!
Ausdrücklich entschuldigen wir uns als Kreisfeuerwehrverband Alzey-Worms für das Schreiben des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz, dass zu entsprechenden Unstimmigkeiten geführt hat.

Wir hoffen weiterhin auf eure Unterstützung zur Förderung unserer Hilfsorganisationen.
Mit kameradschaftlichen Grüßen

Holger Heß
Vorsitzender

Änderung des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes: Bessere Bedingungen für die Feuerwehr in Rheinland-Pfalz

Symbolbild

Rheinland-Pfalz – In der Plenarsitzung des Landestages Rheinland-Pfalz am 14.12.2020 wurde das Brand- und Katastrophenschutzgesetz (LBGK) des Landes geändert. Der Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz sieht in den Veränderungen eine Verbesserung der Bedingungen für die Feuerwehren im Land.

In der letzten Anhörung im Innenausschuss des Landtages, am 26. November 2020, konnten die hier aufgeführten Punkte nochmal für die Feuerwehren verändert werden.

Einheitliche Altersgrenze bei 67 Jahren
Der Erweiterung der Altersgrenze für Feuerwehrangehörige im aktiven Dienst bis zum vollendeten 67. Lebensjahr wurde nun einheitlich in ganz Rheinland-Pfalz zugestimmt. Der Entwurf zur Änderung des LBKG sah vor, die Entscheidungshoheit über das Alter für die Beendigung des aktiven Feuerwehrdienstes in die Gemeinden zu verlegen. In Anhörungen und Stellungnahmen hat der Landesfeuerwehrverband darauf hingewiesen, dass dies zu einem „Flickenteppich“ im Land führen könnte. Bei der Mitgliedschaft in mehreren Feuerwehren und auf mehreren Ebenen, zum Beispiel in spezialisierten Einheiten des Kreises, können durch eine landesweite Regelung unterschiedlich praktizierte Altersgrenzen vermieden werden.

Feuerwehr- und Katastrophenschutzschule
Die langjährigen Forderungen nicht zuletzt durch die Resolution der Feuerwehrbasis haben dazu geführt, dass die Schule zu einer modernen Bildungseinrichtung und zu einer Akademie ausgebaut wird. So wird der zukünftigen „Führungsaufgabe in den Feuerwehren“ auch ein entsprechender Stellenwert beigemessen.

Bambini-Feuerwehren nun offiziell im Gesetz
Mit der Änderung des LBGK wurde der Begriff „Bambini-Feuerwehren“ nun offiziell bestätigt. Der Landesfeuerwehrverband verwies auf die bereits langjährige Praxis bei der Verwendung dieses Begriffes und die verbreitete Nutzung in Rheinland-Pfalz. Weiter im Gesetz heißt es „Die Bildung von Kinder- und Jugendfeuerwehren soll angestrebt werden.“ (§9 Abs. 4 LBKG). Der Verband begrüßt diese ausdrückliche Unterstützung der Landesregierung bei der Gründung von neuen BambiniFeuerwehren.

Ebenfalls in der Gesetzesänderung ist festgehalten, dass Kinder und Jugendliche kein ärztliches Attest für die ehrenamtliche Mitgliedschaft in der Feuerwehr vorlegen müssen. Dies sei darin begründet, dass in der Jugendarbeit die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit kein Kriterium für oder gegen eine Mitgliedschaft ist.

Feuerwehrobmann/frau bleibt erhalten
Sofern eine Gemeinde über einen Hauptamtlichen Wehrleiter verfügt, soll auch zukünftig ein von den ehrenamtlichen Feuerwehrmitgliedern gewählter Feuerwehrobmann oder eine Feuerwehrobfrau die Interessen der ehrenamtlich Tätigen vertreten. Dies stärkt die demokratischen Strukturen innerhalb der Feuerwehr und ist Ausdruck unserer demokratischen Werte.

Die Anhörung führte zu einem gemeinsamen Änderungsantrag von SPD, CDU, FDP und
Bündnis90/Die Grünen.

Das Ergebnis der Änderungen des Brand- und Katastrophenschutzgesetzes geht auf einen
mehrstufigen demokratischen Prozess zurück. Auch der Landesfeuerwehrverband hat hier über mehrere Jahre gemeinsam mit seinen Mitgliedsverbänden in verschiedenen Tagungen und Gremiensitzungen die Änderungswünsche der Feuerwehrbasis zusammengetragen. Daher konnte der Landesfeuerwehrverband mit seiner Fachexpertise diesen Prozess begleiten und stand den politischen Entscheidungsträgern beratend zur Verfügung. Aufgrund der langjährigen Erfahrung aus der Praxis der Feuerwehren im Land und der engen Verbindung mit diesen, konnten wichtige Weichen für die Zukunft der Feuerwehr gestellt werden.
Der Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz bedankt sich bei all seinen Mitgliedern, die an diesem demokratischen Prozess mitgewirkt haben und so ein positives Ergebnis möglich gemacht haben.

Treffen der Alterskameraden

Hangen-Weisheim (as) – Am Samstag, 09.11.2019 war der Kreisfeuerwehrverband Alzey-Worms in Hangen-Weisheim zu Gast, anläßlich des Treffens der Alterskameraden, welches im Dorfgemeinschaftshaus stattfand. Die Feuerwehr Hangen-Weisheim versorgte die Alterskameraden mit Kaffee und Kuchen.

Der stellvertretende Vorsitzende des KFV Horst Widder begrüßte die Alterskameraden, die aus dem ganzen Landkreis angereist sind. Michael Matthes berichtete in seiner Funktion als KFI von der immer besser werdenden Zusammenarbeit des Landkreises. Er erzählte von der Eröffnung der neuen Feuerwache in Alzey und vom neuen Fahrzeugkonzept, was gerade im Bereich Katastrophenschutz im Landkreis einen erheblichen Fortschritt bringen wird.
Dem schloss sich dann auch Walter Wagner an, der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Wonnegau. Er erinnerte die Alterskameraden mit „waasche noch“ an ihre aktive Zeit und erzählte über die Entwicklung der Feuerwehren in den letzten Jahrzehnten.
Nach weiteren Grußworten vom Ortsbürgermeister Harald Pflaume brachte unser Wehrführer Wilfried Lingler mit seinen Zaubertricks die Gäste zum Staunen. Die Showtanzgruppe Magic Moments brachte mit Ihrem „Wolfstanz“ dann Stimmung in den Saal, sodass keiner der Gäste mehr auf seinem Stuhl verweilte. „De Knotter Karl“ alias Knut Burkhardt rundete das bunte Programm mit Anekdoten über seine Diäten als DIN Feuerwehrmann ab. Für eine musikalische Untermalung der Veranstaltung sorgte der „Singing Bull“.

 

Moderator war der Stv KFV Vorsitzender Horst Widder, Als Zauberer fungierte Wehrführer Wilfried Lingler, die Tanzgruppe Magic Moments Gimbsheim sorgte für großartige Schoweinlagen. Knotter Karl alias Wehrführer Knut Burkhardt sorgte ebenso für Stimmung.
Auch zu Gast waren VG Wonnegau Bgm Walter Wagner , Jugendfeuerwehrwart Jörg Michel, Kreisfeuerwehrinspekteur Michael Matthes, VG Bgm Steffen Unger, Beigeordneter VG Eich Oliver Ernst, Organisation Fachwart Alterskameraden Mathias Vogt

Bericht: Manuel Schaaf

Der Kreisfeuerwehrverband Alzey-Worms lädt ein

Hangen-Weisheim – Am 9. November 2019 findet das traditionelle Alterskameradentreffen der Feuerwehren des Landkreises Alzey-Worns statt.
Gastgeber ist in diesem Jahr die Freiwillige Feuerwehr Hangen-Weisheim.

Aufgerufen sind alle Feuerwehrkameradinnen und Kameraden der Alters- un Ehrenabteilungen, welche sich immer noch mit der Feuerwehr verbunden fühlen. Die örtlichen Wehrführer werden gebeten ihre Alterskameraden ebenfalls zu informieren.

Beginn ist um 14:00 Uhr bis ca. 17:00 Uhr in der Gemeindehalle Hangen-Weisheim.
Wir bitten diesen Termin vorzumerken.
Auf euer Kommen freuen wir uns sehr

KFV Alzey-Worms
H. Heß, Vorsitzender

Gründung der Bambinifeuerwehr in Flonheim am 26.10.2019

VG Bürgermeister Steffen Unger bei der Ernennung der Leiterin Laura Knobloch und Katrin König

 

Delegiertenversammlung LFWV RLP am 19.10.2019

Der KFW Alzey-Worms nahm an der Delegiertenversammlung des Landesfeuerwehrverbandes Rheinland-Pfalz in Hoppstädten-Weiersbach am 19.10.2019 teil

 

46 Teilnehmer beim Feuerwehrtreppenlauf

Buntes Teilnehmerfeld dank 2 amerikanischer Kollegen und Teilnehmer aus verschiedenen Landkreisen.

Osthofen – Am Samstag, dem 05.10.2019 konnte der Fachwart Feuerwehrsport des Kreisfeuerwehrverbandes Alzey-Worms, Herr Bernhard Wieder, insgesamt 46 Teilnehmer für den Feuerwehrtreppenlauf begrüßen, der in diesem Jahr bereits zum neunten Mal stattgefunden hat. Anwesend waren auch der stellvertretenden KFI, Herr Klaus Anders, und der stellvertretende Vorsitzende des KFV, Herr Horst Widder.

Nach Ausfüllen der Meldebogen und einer Einweisung in den Ablauf am Gerätehaus Osthofen marschierte das Teilnehmerfeld zu dem unweit entfernten ehemaligen Malzsilo in Osthofen. Es war schon ein ungewohntes Bild, wenn so viele Feuerwehrleute mit Atemschutzgeräte ihren Weg durch die Stadtstraßen nehmen. Aufgrund der Tatsache, dass die Teilnehmer aus verschiedenen Landkreisen angereist sind, war die Schutzkleidung auch „verschieden bunt“. In diesem Jahr haben auch zwei „Firefighter“ der US-Army, Fire Station Kaiserslautern teilgenommen. Sichtlich beeindruckt war das Starterfeld über zwei taffe Freuerwehrfrauen, die die Herausforderung der 260 Treppenstufen mit ca. 50 Höhenmetern ebenfalls in kompletter Schutzausrüstung mit Atemschutzgerät (diese wiegt rd. 25 kg) angenommen und mit Bravour bestanden haben.

In erster Linie ist bei dem Treppenlauf nicht an ein Wettrennen gedacht, vielmehr soll jeder Teilnehmer seine eigenen körperlichen Grenzen besser einschätzen lernen, gerade unter der extremen Belastung mit der Feuerwehrausrüstung. Wie auch im realen Einsatz ist es wichtig, am Ziel einsatzbereit anzukommen. Einige Teilnehmer können dem sportlichen Anreiz nicht wiederstehen und eifern die Stufen in 2-3 Minuten hoch, eine Wahnsinns-Leistung!

-HIER- gehts zu den Ergebnissen

 

Empörung bei der Feuerwehr: „Es drohen ernste Schäden!“

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