120 Teilnehmer bei Bambinitag und Zeltlager der Feuerwehr in Wöllstein

25 Mai

Von Helmut Oesterwinter

ALZEY-WORMS – „Die Kinder und Jugendlichen haben begeistert mitgemacht, alles lief ohne Probleme, und so war es eine rundum gelungene Sache.“ Dieses positive Fazit zieht Patrick Silz, Jugendwart der Freiwilligen Feuerwehren in der Verbandsgemeinde Wöllstein, zum Abschluss des traditionellen Jugendfeuerwehrzeltlagers und des Kreisfeuerwehr-Bambinitages der Floriansjüngerin Wöllstein. Insgesamt rund 120 Teilnehmende konnte Silz bei den beiden Veranstaltungen begrüßen, die über Pfingsten das Geschehen in der Weinbaugemeinde bestimmten.

Aus Mettenheim, Steinbockenheim, Wonsheim, dem Alzeyer Land und Vorholzgemeinden wie Offenheim sowie aus Wöllstein selbst stellten sich die sechs bis zehn Jahre jungen Feuerwehr-Bambini am Samstag dem ebenso einfallsreichen wie spannenden Wettbewerb, den Silz und sein engagiertes Team vorbereitet hatten. Unter anderem ging es darum Wasserbecher durch einen Slalomparcours zu balancieren, beim Zielspritzen und Kegeln Treffsicherheit zu beweisen, auf Laufskiern den richtigen gemeinsamen Laufrhythmus zu finden oder mit Memorykarten Konzentrations- und Merkfähigkeit an den Tag zu legen.

DIE SIEGER
Der Bambini-Wettbewerb brachte folgendes Ergebnis: 1. Bambinigruppe Alzey-Land Süd, 2. Wonsheim, 3. „Vorholzdrachen“ Team 2.

Auf den weiteren Plätzen: „Vorholzdrachen Team 1, Mettenheim, Stein-Bockenheim und Gastgeber Wöllstein.

Als große Herausforderung für die Kleinen erwies sich der geforderte Zusammenbau eines Wasserverteilers aus Einsatzmaterial der Feuerwehr. Mit etwas Hilfe der Betreuer gelang das aber meistens auch recht gut. „Ist auch wirklich nicht ganz einfach“, zollte Silz den Kindern Lob. Für die Bewältigung der unterschiedlichen Aufgaben gab es Punkte und Zeitkonten, die letztlich über die Platzierung der Wettkampfgruppen entschieden. Um überhaupt in den einzelnen Stationen an den Start gehen zu können, mussten die Kinder – auch wieder begleitet von Betreuern – einen vorgefertigten Orientierungsplan zu Rate ziehen. Kein Problem für die Mädchen und Jungen. „Wir haben alles gleich gefunden“, hieß es da fast unisono.

Während die Bambini nach absolviertem Wettkampf und leckerer Stärkung mittels Nudeln und Bolognese – für Vegetarier stand adäquates Essen bereit – und Siegerehrung ins Pfingstwochenende entlassen wurden, blieb das Zeltlager der Jugendfeuerwehren der VG Wöllstein auf dem Gelände der Realschule plus bis Montagmittag bestehen. So angenehm der Standort auch war – ein kleines Manko hatte er. Der Jugendwart: „Wir konnten hier leider kein Lagerfeuer machen – wegen der Schulgebäude. Bei der Ortswahl für das nächste Zeltlager werden wir das wohl berücksichtigen.“

Der guten Stimmung tat das aber letztlich keinen Abbruch. Denn auch auf die Jugendlichen wartete ein attraktives Programm. Dazu gehörte die Teilnahme am erweiterten Bambini-Parcours, natürlich außer Konkurrenz. Eine spannende Nachtwanderung führte zum Adler-Denkmal und über einen ganzen Tag wurde Teambildung geübt. „Dazu hatten wir Profis engagiert, die mit den Jugendlichen entsprechende Spiele machten und ihnen den Gemeinschaftsgeist fördernde Aufgaben stellten. Das war für die allermeisten eine ganz neue Erfahrung“, stellte Patrick Silz fest, „und es machten wirklich alle sehr engagiert mit.“

Wurde die Verpflegung der Bambini durch einen Caterer sichergestellt, so durften sich die Jugendlichen neben dem selbstgemachten Frühstück abends über herzhaft „Hausgemachtes“ freuen. „Es wurde gegrillt, Spießbraten stand auf dem Speiseplan und einmal gab es richtig gute Hamburger“, so Silz. Bekanntermaßen halte gutes Essen und Trinken Leib und Seele zusammen – auch bei der Feuerwehr.

In die Freude über die große Teilnehmerzahl mischt sich bei den Verantwortlichen in den örtlichen Wehren ein kleiner Wermutstropfen. Der Jugendwart: „Es wäre sehr schön, wenn von den vielen Kindern und Jugendlichen später mehr in den Kreis der Aktiven kämen. Da bleibt dann leider nicht viel.“ Von zehn bleiben nach seiner Einschätzung mal gerade ein bis zwei für die weitere Feuerwehrlaufbahn. Auch deswegen komme der Jugendarbeit der Wehren überall ein sehr hoher Stellenwert zu. „Wir bleiben dran“, versicherte Silz.

Quelle: Allgemeine Zeitung Alzey / 22.05.2018

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